PARTIZIPATIVE KULTURPROJEKTE

»Give a man a mask, and he‘'ll tell you the truth.« Oscar Wilde

Seit 2007 steht der Dialog und die Begegnung im Zentrum der Arbeit von TheatreFragile. Innerhalb der Inszenierungen und der verschiedenen Projekte ist der Mensch mit seinen ganz persönlichen Erfahrungen im Focus.
So sind in den letzten 10 Jahren Maskenbau- und Maskenspiel-Workshops im intergenerationellen und interkulturellen Bereich fester Bestandteil unserer Arbeit geworden.
Menschen aller Altersstufen, aller kulturellen Hintergründe bekommen Raum, ihre Geschichten, ihre Visionen und Emotionen zu erzählen und innerhalb von Interventionen in die Öffentlichkeit zu tragen. In den Herzen der Städte werden Marktplätze und Straßen zum Ort für spielerische Begegnungen.

Unter einer Maske entsteht ein fiktionaler Raum, in dem Hautfarbe, Herkunft und Sprache unbedeutend werden. Spieler und Publikum erleben einen Perspektivenwechsel: Gesellschaftliche Rollen werden abgelegt und neu verteilt.
Im Spiel entsteht ein Podium, auf dem die Teilnehmer neue soziale Interaktionen experimentieren. Sie nehmen an einem kollektiven Prozess teil, der eigene Erfahrung, Kraft und Potenzial sichtbar macht.
Visionen, Sehnsüchte und unentdeckte Seiten der Persönlichkeit kommen durch die Maske an die Oberfläche und lassen das “tief Menschliche“ sichtbar und spürbar werden. Sie verbirgt unsere gewohnheitsmäßige Maskierung im Alltag und übersetzt die verborgene Wahrheit in poetische Form.

Maskenbau – Das Verborgene nimmt Gestalt an

Wir lassen die Hände erzählen und begeben uns in eine Auseinandersetzung mit einem Kunstwerk, das sich langsam formt und erforschen den Ausdruck des Gesichtes, der sich zuerst in der Modellierung in Ton und später in der tragbaren Maske manifestiert.

Welche Charaktereigenschaften wollen wir in unserer Maske sehen und erleben? Welcher Wahrheit soll hier Ausdruck verliehen werden? Welche Geschichte muss erzählt werden? Welche Vision möchte sich zeigen?

Maskenspiel – Die Entdeckung der eigenen Gesichter

Das Maskenspiel macht diese erstaunlichen und unzähligen Verwandlungen möglich: vom jungen Mann zur reifen Frau, vom gesetzten Herren zum quirligen Mädchen. Ob verliebt oder befangen, fröhlich oder schwermütig, nachdenklich oder oberflächlich – das gesamte Spektrum der Gefühlswelt kann Ausdruck finden. In der Maske wird die Wahrheit verdichtet, die durch das Spiel vermittelt werden soll. Wir wollen mit Maske so pur sein, wie wir es mit unseren wirklichen Gesichtern selten sein können.

Der Workshop wird durch Spiele aus der Theaterarbeit und Übungen zur Sensibilisierung der Körperwahrnehmung eingeleitet.

Das Training baut Verständnis für die eigene Körpersprache auf, um sensibel auf sich selbst und den Mitspieler eingehen zu können. Gemeinsam suchen wir den Zugang zu einer klaren Präsenz im Raum. Spielfreude und Neugier sind die besten Begleiter bei dieser Suche.
Werkzeuge zur Figurenfindung werden in Einzel- und Gruppenimprovisationen vermittelt und führen schrittweise zu einem besseren Verständnis des Maskenspiels. Ziel ist es, die Maske anzunehmen, sich auf den Augenblick einzulassen und darin Freiheit zu finden. Aus dem freien Spiel heraus entwickeln sich Figuren und Szenen und eröffnen zunehmend Einblicke in das verborgene Innere hinter unseren Masken!

Interventionen – Poetisches Engagement im öffentlichen Raum

Innerhalb der Interventionen können alle Teilnehmer die direkte Erfahrung mit dem Publikum erleben. Mit leisen Tönen ruft die Maske Neugier, Faszination und Empathie hervor und macht den Zuschauer zum Zeugen einer inneren wie äußeren Auseinandersetzung mit dem Wesentlichen, dem Menschlichen.

In diesem gemeinsamen Moment werden die Maskenfiguren Teil der Stadtgesellschaft und können so den Ort und die Gesellschaft berühren und mitgestalten.

Im öffentlichen Raum entwickelt die Maske eine eigene poetische Kraft. Im Stadtbild setzt das Auftauchen der Masken eine unmittelbare Zäsur: das eindeutige Eindringen eines künstlerischen Universums in den Alltag.

PROJEKTE


7.-9.05. + 31.-1.6.2018 Maskenbau

7.-8.6 2018 Maskenspiel – Die Entdeckung der eigenen Gesichter

Gemeindehaus St. Michaelis, Braunschweig
mit Luzie Ackers

9.6.2018

15.30 Uhr Workshop Präsentation
17:00 Uhr Aufführung ANTON LUKA & BENJAMIN
Frankfurter Platz, Braunschweig

Weitere Infos: www.braunschweig.de/kultur


25.5.2018 Maskenspiel

Grundschule, Kohren-Sahlis, mit Luzie Ackers


ANGESICHTS - Workshopreihe

Maskenbau

20. - 22.6. 2017 mit Luzie Ackers ·
30.6. - 2.7. 2017 mit Luzie Ackers & Nicole Ratjen

Maskenspiel – Die Entdeckung der eigenen Gesichter

18.- 23. 7. 2017 mit Marianne Cornil & Zeljko Marovic

Weitere Infos unter www.strassentheater-detmold.de

Anmeldung: KulturTeam der Stadt Detmold, Telefon: 05231/977920 
kulturteam@detmold.de, www.detmold.de


Maskentheaterprojekt an der Spreewald Grundschule Berlin

Ein Projekt mit der internationalen Klasse und Kindern einer Regelklasse der Grundschule in Schöneberg. Über einige Wochen haben wir Masken gebaut und in einer Projektwoche voll Spielfreude mit Leben erfüllt. Anschließen gingen zwei Aufführungen erfolgreich über die Strassenbühne. Wie wunderbar unwichtig ist es, ob man eine Sprache gut spricht oder nicht wenn man Masken spielt! Ein bunter Haufen Kinder die sich fast blind verstehen.

Video Dokumentation auf Vimeo (8 min)

files/bilder/aktuell/2017/TheatreFragile-Spreewaldschule-Workshop-250x250px.jpg


10. – 13. Oktober 2016

Maskenspiel – Die Entdeckung der eigenen Gesichter

für Jugendliche zwischen 10 und 14 Jahre mit und ohne Fluchterfahrung
mit Marianne Cornil und Luzie Ackers

Der Workshop findet im Rahmen von Kulturrucksack statt.
Hangar 21, Detmold


19.+20. März, 2.+3. April, 16.+17. April und 7.+8. Mai 2016

Wir treffen uns im Paradies - Workshop

mit Marianne Cornil und (im Wechsel) Nicole Ratjen, Zeljko Marovic, Henrike Beran und Doren Gräfendorf
Der Workshop findet im Rahmen der Neuversion von "Wir treffen uns im Paradies" statt und wird das Ensemble Detmold bilden.
Hangar 21, Detmold


12. + 13. Januar 2016

Interkulturell Aktiv

mit Marianne Cornil

Der Workshop findet im Rahmen der "Weiterbildung zu TheaterpädagogIn mit interkultureller Kompetenz" statt.
Berlin


12. - 15. Oktober 2015

Wallpaper Workshop

mit Marianne Cornil und Silke Meyer

Gemeinsam mit uns gehen junge Detmolder und Geflüchtete folgenden Fragen nach:
Bist du in Detmold geboren oder neu in der Stadt?
Fühlst du dich hier zu Hause?
Was sind deine Träume und Wünsche für die Zukunft?

...und gestalte dazu große Wandcollagen im Street Art Style.
mit Kindern von 12 bis 14 Jahren
Ort und Zeit: 12.-15.10. 2015,
11.00 - 16.00 Uhr im Hangar 21, Detmold
Mehr Info und Anmeldung hier
oder telefonisch beim Hangar 21: 05231/ 45812-11


30. + 31. Mai 2015

Maskenspiel Workshop @ La Strada Graz, internationales Festival
(Geschlossene Gruppe)

in Kooperation mit dem nigerianischen Künstler Samson Ogiamen, der Grazer Künstlerin Stefanie Oettl und dem Festival la Strada Graz leiten Marianne Cornil und Luzie Ackers Maskenspiel Workshops mit einer Gruppe von Grazern und Zugezogenen. Im Rahmen des Strassentheaterfestivals im August 2015 werden die Teilnehmer im öffentlichen Raum spielen.